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Beikost - Grundlagen für die erste Babynahrung

Baby Beikost

Das Thema Ernährung bei Säuglingen und Babys ist sehr elementar, denn Essgewohnheiten muss ein Baby, wenn es auf die Welt kommt, erst lernen. Ein Säugling hat durchaus die Gabe zu entscheiden wie viel Hunger es hat und signalisiert dies auch. Die Gewohnheit muss jedoch erst erlernt werden. Was bedeutet das? Dein kleines Baby kommt auf eine fremde und unbekannte Welt. Bisher war die Plazenta die primäre Nahrungsquelle für dein Baby. Das Schlucken wurde bereits erlernt, denn in der Schwangerschaft hat dein kleines Baby das Fruchtwasser geschluckt,  um die Entwicklung der Verdauungsorgane voran zu bringen. Kommt dein Baby zur Welt, hat es ein unbändiges instinktives Verlangen an deiner Brust zu saugen. Das ist quasi der erste Gedanke deines Babys, unmittelbar nach der Geburt. So wundert es nicht, dass Babys eine Vorliebe für Süßes haben, denn das erste was diese kleinen Geschöpfe zu Schlucken bekommen, sobald sie auf der Welt sind, ist im besten Fall Muttermilch.

Wieso ist die erste feste Nahrung bei Babys oftmals schwierig?

Ein Baby benötigt in den ersten Lebensmonaten die so wertvolle Muttermilch, die einen süßlichen Geschmack hat. Dies hat die Natur sicherlich gut eingerichtet, doch später, wenn es zur Beikost kommt, wird sich dein Baby an einen herzhaften Geschmack gewöhnen müssen. Hier besteht im Grunde die Schwierigkeit für die jungen Eltern. Wie soll herausgefunden werden, ob der kleine Nachwuchs keinen Hunger hat oder einfach keine Lust auf den ungewohnten herzhaften Geschmack. Kann es vielleicht sein, dass die Gewohnheit an der Brust oder an der Flasche zu nuckeln so stark beim Baby verankert ist, was ein loslassen doch sehr schwierig gestaltet. Das kann auch der Grund dafür sein, weshalb gestillte Kinder sich schwieriger mit der fest Nahrungsaufnahme tun, denn der kleine Spross weiß ganz genau, dass mit der Einführung von fester Nahrung, die Brust bald der Vergangenheit angehören wird. Viele Eltern machen oft den Fehler ihr kleines Baby zu unterschätzen. Baby sind durchaus in der Lage Zusammenhänge zu erkennen. Der sichere Hafen an der Brust, aber auch das angenehme Nuckeln an der Flasche, kann und sollte nur Schritt für Schritt entwöhnt werden. In dieser schwierigen Lebensphase sollten die Bedürfnisse deines Babys unbedingt Achtung finden. 

Grundlegendes für die erste feste Nahrungsaufnahme deines Baby

Für ein Baby ist es nicht selbstverständlich feste Nahrung im sitzen zu sich zu nehmen. Essen muss erlernt werden. Hier eine Hilfestellung:

  • Dein Baby weiß genau wie viel Hunger es hat und wird dir signalisieren, wenn es satt ist. Kopf weg drehen und Mund versperren sind eindeutige Signale.
  • Babys sind schnell abgelenkt. Sei geduldig und versuche nichts zu erzwingen. Machtkämpfe sind, wenn es ums Essen geht, unangebracht. Beginnt dein Kind während des Essens an zu spielen, versuch auf eine sanfte Art die Aufmerksamkeit zu erlangen. Wenn dein Baby weiter essen will, wirst du rechtzeitig informiert.
  • Bring immer viel Zeit mit, wenn du dein Kind fütterst. Genauso wie wir Erwachsene, will auch dein kleiner Spross nicht gehetzt werden.
  • Wie oben bereits erwähnt, bevorzugen Babys süßliche Geschmäcker. Um dein Kind an Herzhaftes zu gewöhnen, solltest du konsequent versuchen, regelmäßig etwas herzhaftes anzubieten. Dieser Prozess benötigt viel Zeit.
  • Es kann vorkommen und das ist keine Seltenheit, dass Babys 20 bis 30 Anläufe benötigen, bevor sie etwas essen. Die Devise lautet, immer wieder anbieten. Bevor ein Kind entscheiden kann, ob was schmeckt oder nicht, muss es sich erst einmal an den Geschmack gewöhnen. Das benötigt für jeden individuellen Geschmack seine Zeit.
  • Du solltest wissen, dass Babys unbekannte Geschmäcker grundsächlich erst einmal ablehnen. Aus unsere Evolution heraus ist dieses Verhalten ein eindeutiger Schutzmechanismus, denn so konnten früher Vergiftungen durch unbekannte Stoffe vermieden werden.
  • Ein Kind schon im frühen Alter an Gesunde Lebensmittel zu gewöhnen kann nur von Vorteil sein. Babys Ernährung sollte gesund und ausgewogen sein. Hat sich dein Baby an viele Geschmäcker gewöhnt, wirst du es in der Zukunft einfacher haben dein Kind gesund und ausgewogen zu ernähren.

Zusammenfassend sei gesagt, dass Baby das Essen erst einmal erlernen müssen. Hier ist die Unterstützung der Eltern das A und O. Geduld und Verständnis sollten hier an erster stelle stehen. Um so älter Kinder werden, desto schwieriger wird es den Kleinen etwas nahezulegen. Du solltest dein Baby deshalb bereits sehr früh an Essgewohnheiten heran führen. 

Mein Baby will nicht mehr essen

Es kann durchaus vorkommen, dass es Rückschläge gibt. Ein Baby, das in den ersten Wochen wunderbar gegessen hat, kann sich mal schnell verweigern. Hier gilt es nicht zu verzweifeln, denn das kommt nicht selten vor. Versuche einfach ein anderes Gericht aus. Finde etwas, das dein kleines Baby isst und versuche die abgelehnte Mahlzeit einige Tage später erneut. Variiere öfter und motiviere dein Baby. Zwang ist hier keine Alternative. Hast du die nötige Geduld, wird dein Baby sich immer weniger verweigern.

Protest bei Babys, wenn es um Babynahrung geht, ist wie gesagt keine Seltenheit. Manche Babys weinen ganz dolle, ander schreien und werden zornig. Schnell ist dein kleiner Nachwuchs abgelenkt und hat überhaupt kein Interesse mehr, an der von dir so liebevoll zubereiteten Babynahrung. Wichtig ist die Geduld, die du aufbringst. Strahle Ruhe aus und zeige Verständnis. Das ist oftmals gar nicht so einfach, vor allem wenn der Tag schon so stressig war. Führe Rituale ein, so wie du es beim Schlaf deines Kleinen auch tust und finde eine Speise, auf die dein Baby anspringt. Ein Ritual kann beispielsweise sein, dass wenn dein Baby Alles aufgegesen hat, du ihm den Boden des Tellers zeigst, auf dem dann eine Figur oder ein Tier zu sehen ist. Hier kannst du dir einiges einfallen lassen. Babys müssen das Essen erst erlernen, und deshalb solltest du es wie einen immer wiederkeherenden Ablauf aufbauen.

Quellen und Verweise

Dietary Fat Intake and the Risk of Depression: The SUN Project

Sodium chloride drives autoimmune disease by the induction of pathogenic TH17 cells

Effects of Fructose vs glucose on regional cerebral blood flow in brain regions involved with appetite and reward pathways

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