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Der erste Zahnarztbesuch: Warum Milchzähne regelmäßig kontrolliert werden müssen

Kinder Zähne

Zahnärzte wollen Kinder schon früh in ihrer Praxis sehen. Das hat einen guten Grund: So können Schäden rechtzeitig vorgebeugt und die Eltern bei der Mundhygiene unterstützt werden, denn gerade bei den unter Dreijährigen steigen die Kariesfälle. Im folgenden wollen wir hier auf vier Punkte eingehen, auf die man achten sollte, wenn es um die Mundhygiene der eigenen Kinder geht.

Ab wann sollten Eltern mit ihrem Kind zum Zahnarzt gehen?

Gesunde Zähne von Anfang an sind nicht nur gesundheitliches und optisches Thema. Sie sind entscheidend für die Entwicklung der Sprach- und Kommunikationsfähigkeit. Entgegen der landläufigen Meinung, dass Kinder frühestens mit drei Jahren zum Zahnarzt gehen müssen, ist der Besuch ab dem ersten Milchzahn angebracht. Damit können Zahnprobleme nicht nur frühzeitig erkannt werden, sondern Kinder werden von Beginn an mit der Atmosphäre in einer Praxis vertraut. Das ist langfristig deutlich besser, als wenn der erste Besuch beim Zahnarzt gleich mit einer Schmerzbehandlung verbunden ist.

Wie erkennt man Karies bei Kindern?

Rund 50 Prozent der Ein-bis Zweijährigen sind von Karies betroffen: Grund dafür sind vor allem Getränke mit Zuckerzusatz. So werden nicht nur einzelne Milchzähne, sondern eventuell das ganze Gebiss zerstört. Das Problem: Der Karies kann den darunter liegenden Zahnkeim schädigen. Karies bemerken Eltern an bräunlichen oder weißlichen Verfärbungen oder rauen Stellen auf den Zähnen oder in den Zahnzwischenräumen. Wenn Eltern das auffällt, ist es oft schon zu spät. Meist bleibt dann nur noch die Kariesbehandlung unter Vollnarkose.

Welche Tipps zur Mundhygiene gilt es zu beachten?

Sobald der erste Milchzahn sprießt, sollten Babys mit dem Zähneputzen vertraut gemacht werden. Hierfür gibt es spezielle Fingerhandschuhe, auf die eine Babyzahncreme aufgetragen wird. Sitzt das Baby auf dem Schoß, können Eltern anfangen, damit vorsichtig Zähnchen und Zahnfleischränder zu massieren. Geputzt wird nach jedem Stillen oder jeder Mahlzeit. So lernt das Kind, das Zähneputzen als Ritual zu akzeptieren. Sobald die kleinen Händchen die Zahnbürste alleine halten können, dürfen die Kinder selbst ran. Doch von den Eltern nachgeputzt werden muss teilweise bis zum Alter von neun Jahren. Eltern sollten beim Zähneputzen auf keinen Fall nachgeben, auch wenn der Nachwuchs in der berühmten Trotzphase vehementen Widerstand leistet. Blinkende Zahnbürsten mit Musik überzeugen selbst den hartnäckigsten Verweigerer.

Was sind die Ursachen für Mundgeruch bei Kindern?

Meist ist mangelnde Zahnpflege Grund für Mundgeruch, denn werden die Zähne nicht ordentlich geputzt, bleiben Nahrungsreste in den Zahnzwischenräumen hängen, wodurch Bakterien leichtes Spiel haben. Bei Kleinkindern kommt es oft beim Durchbruch der Milchzähne und zu geringer Trinkmenge zu schlechtem Atem. Daneben sind Infektionen oder Entzündungen der Mundschleimhaut auszuschließen. Sind im Mund Bläschen oder weiße Flecken mit entzündeten Rand zu sehen, kann das Herpesvirus dahinterstecken. Kommen starke Schmerzen, Fieber und Lymphknotenschwellungen am Hals hinzu, kann die unangenehme, aber an sich harmlose Mundfäule der Grund sein. Stark kariöse Zähne, Diabetes vom Typ 1, eine Streptokokkenangina, Pfeiffersches Drüsenfieber oder Infektionen der Neben- oder Kieferhöhle würden weitere Ursachen für Mundgeruch bei Kindern bilden. Ein erfahrener Zahnarzt kann anhand einer Geruchsprobe feststellen, welche Ursache der üble Atem hat.

Quellen und Weiterführendes

https://www.gov.uk/government/publications/child-oral-health-applying-all-our-health/child-oral-health-applying-all-our-health

https://www.gov.uk/government/publications/sacn-carbohydrates-and-health-report

https://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/dms/Zusammenfassung_DMS_V.pdf

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