Möglichkeiten der Finanzierung bei Unternehmensgründung für Frauen und speziell Mütter

 In Buzz

Im Grundgesetz wurde die Gleichstellung von Mann und Frau schon bei der Gründung der BRD verankert. Richtig umgesetzt wurde sie jedoch viel später. Es gab Zeiten, da durften Frauen in Deutschland nicht einfach so ein Konto eröffnen, ohne dass ihr Mann zustimmte. Erst ab 1958 war es ihnen erlaubt ein eigenes Bankkonto zu führen und über ihr eigenes Geld zu verfügen. Bis zum Jahr 1977 galt ein Gesetz, dass Frauen eine Berufstätigkeit oder Selbstständigkeit nur dann ausüben durften, wenn ihr Partner der Ansicht war, dass sie dabei ihren häuslichen Aufgaben ausreichend nachgehen kann.

Gesetze wie diese sorgten dafür, dass fast jegliche Art von unternehmerischer Aktivität lange Zeit männlich geprägt war. Die wirtschaftliche Emanzipation der Frauen begann hierzulande erst in den 1980-er Jahr so richtig. Dennoch hinken die Damen noch immer hinterher. Zu sehen ist das im Extrem am Beispiel Silicon Valley. Fast alle erfolgreichen Tech Start-Ups wurden ausschließlich von Männern aufgebaut. Aus diesem Grund haben die Institutionen von EU, Bund und Länder sich auf die Fahnen geschrieben den Ladys beim Gründen von Unternehmen zu helfen.

Wir zeigen auf, welche Unterstützung es bei der Existenzgründung speziell für angehende Unternehmerinnen gibt und wie sie sich bei der Finanzierung erfolgreich positionieren.

Gründerinnen – was machen sie anders?

Es ist schwer ins Thema Unternehmensgründung von Frauen einzusteigen, ohne Klischees zu bedienen. Wissenschaftlich belegt sind durch Studien gewisse Tatsachen im Sozialverhalten. Es gibt vor allem Unterschiede in Sachen Risikoaffinität. Große Spekulationen oder hoch riskante Wagnisse sind eher etwas für die Herren. Viele solcher Wagnis-Unternehmen gehen pleite. Diejenigen, die dann überleben, deren Gründer werden dann als Helden und Gurus gefeiert. In Sachen Finanzen und Investition zeigt sich das. Die Ladys gehen viel sorgfältiger und konservativer mit ihren Anlagen um.

Des Weiteren zeigte sich, dass Gründerinnen im Durchschnitt aus anderen Motiven in die Selbständigkeit gehen. Sie möchten ihn ihrer Arbeit einen Sinn sehen und oft noch der Gesellschaft oder einer bestimmten Zielgruppe das Leben besser machen. Deswegen gibt es mehr Unternehmerinnen, die Firmen gründen möchten, bei denen es um Bio-Nahrung, Nachhaltigkeit, Gesundheit oder etwas zum Wohle von Familien und Kindern geht.

Gründerin werden – welche Finanzierung gibt es?

Im Durchschnitt ist es also so, dass Mann und Frau aus den oben genannten Gründen zu etwas anderen wirtschaftlichen Aktivitäten und Zielsetzungen tendieren. Man kann die Dinge nicht über einen Kamm scheren, aber eine Grundtendenz ist da. Zudem ist es so, dass weibliche Selbständige bei der Bank manchmal noch einen leichten Nachteil haben. Man unterschätzt sie dort unterbewusst aufgrund ihres Geschlechts. Wobei solche Vorurteile gesamtgesellschaftlich immer weiter abgebaut werden.

Auf jeden Fall benötigen Gründerinnen eine etwas andere finanzielle Beratung. Sie müssen für Kreditgespräche gut vorbereitet sein. Zudem sind ihre Geschäfte in der Regel etwas risikoärmer. Was für Banken oder Venture Capital Gesellschaften aber eher ein Vorteil ist. Bei der KfW gibt es besondere Förderprogramme, die bundesweit zur Verfügung stehen – spezielle für Unternehmerinnen.

Was natürlich klar sein sollte ist, dass es niemals eine Finanzierung geben wird, wenn der Businessplan nicht stimmt. Förderung heißt also nicht Geldschleusen auf, nur weil jemand zwei X-Chromosomen hat. Deswegen gibt es, zusätzlich zur finanziellen Förderung, zahlreiche spezielle Initiativen und Programme für kostenlose Beratungen und Coachings, um sich mit wichtigen Kenntnisse zu versorgen. Des Weiteren gibt es eine Reihe von gut organisierten Netzwerken, die teilweise von der öffentlichen Hand finanziert werden, speziell um den Anteil an weiblich geführten Unternehmen in der Wirtschaft zu erhöhen. Manche davon sind sogar nur für Mütter eingerichtet wurden. Allgemein ist bekannt, dass sie es besonders schwer haben unternehmerisch tätig zu werden. Deswegen benötigen sie noch komplexere Lösungsansätze, um erfolgreich selbstständig zu werden.

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