Die Geburt - Eine detaillierte Zusammenfassung zum Ablauf

Ablauf Geburt

Viele werdende Mamas sehen die immer näher rückende Geburt mit gemischten Gefühlen. Die Angst vor Schmerzen und Komplikationen bringen die Gefühlswelt durcheinander. Skepsis macht sich breit. Umso wichtiger ist es den groben Ablauf der Geburt zu kennen, denn eine Endbindung läuft im Normalfall immer gleich ab. Die spontane Geburt wird in der Medizin als optimal eingestuft, denn die Vorgänge sind von der Natur gegeben und stehen der gesundheitlichen Entwicklung von Mutter und Baby in nichts nach.

Ablauf der Geburt in der zeitlichen Abfolge

Das Einsetzen der Wehen

Bei einer Spontangeburt, diese wird zwischen der 38 – 42 Woche von selbst einsetzen, wirst du rechtzeitig von deinem Körper informiert, da solltest du dir keine Sorgen machen. Sobald die Wehen einsetzen, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass es losgeht. Muss es aber nicht! Wie du die richtigen Wehen erkennen kannst erfährst du hier. In einigen seltenen Fällen kommt es sogar vor, dass die Fruchtblase zuhause platzt. Dies passiert bei circa 13% aller werdenden Mamas in Deutschland. Hier gilt ein sofortiger Aufbruch ins Krankenhaus.

Im Krankenhaus angekommen

Du bist also im Krankenhaus angekommen. Deine Geburtswehen treten regelmäßig auf und der Geburtsprozess ist nun im vollen Gange. Damit das Baby aus deiner Gebärmutter heraus kann, muss sich der Muttermund um 10 cm öffnen. Dieser Prozess geht mit den immer wieder aufkommenden Wehen einher. Im Regelfall öffnet sich der Muttermund 1 cm pro Stunde. Dies ist jedoch lediglich ein Richtwert und  kann auch länger oder kürzer dauern. Diese Zeit wirst du auf der Krankenstation verbringen. Der Herzschlag deines Babys wird regelmäßig kontrolliert und du wirst für den Kreissaal vorbereitet. Schmerzlindernde Maßnahmen werden dir zu dieser Zeit vom behandelnden Personal angeboten.

Der Beginn der Übergangsphase

Befindet sich der Muttermund in einer sehr erweiterten Öffnung beginnt die Übergangsphase. Dein kleines Baby rutscht weiter in dein Becken hinein. Presswehen sorgen dafür dein Baby in die richtige Richtung zu rücken, so dass der Kopf die optimale Lage in deinem Becken findet. Das ist ein Prozess der funktionieren muss, denn ist der Kopf erst einmal in deinem Becken falschherum eingeklemmt, kann es durch den Druck der von hinten schiebenden Gebärmutter, nicht mehr zurück. Ist deshalb die Position des Kopfes im Becken nicht richtigherum, muss dein Baby per Kaiserschnitt geholt werden.

Dein Baby erblickt das Licht der Welt

Hat dein Baby alles richtig gemacht, dann steht seinem Austritt durch deinen Vaginalbereich nichts mehr im Wege. Die Austreibungsphase beginnt. Starke Presswehen setzen ein, die du nun durch pressen unterstütz, sodass dein kleines Baby durch den Muttermund gedrückt wird, was für dich und dein Baby ein richtiger Kraftakt bedeutet.

Dein Baby gleitet durch deinen Geburtskanal und dein Dammgewebe beginnt sich zu dehnen. Sobald der Kopf draußen ist, sind die schwierigsten und schmerzhaftesten Momente überstanden. Der kleine Körper folgt dem kleinen Köpfchen mühelos und dein Baby wird dir sofort übergeben. Die letzten Nachwehen befördern deinen Mutterkuchen, der sich nun gelöst hat, nach draußen. Die Nabelschnur wird dann zertrennt, sobald sie nicht mehr pulsiert.

Eine Zusammenfassung der Geburt im Überblick

  • Vor der 36. Schwangerschaftswoche können bereits Vorwehen eintreten. Diese gehen mit Verhärtungen im Bauch einher. Dein Körper stellt sich auf die Geburt ein.
  • Ab der 36. Schwangerschaftswoche beginnt sich die Gebärmutter zu senken. Senkwehen, auch Kontraktionswehen genannt, treten ein.
  • Der Muttermund wird weich und kann sich sogar schon etwas öffnen.
  • Abgang des leicht blutigen Schleimpfropfens. Dieser Abgang kann jedoch auch variieren und zu einem früheren oder späteren Zeitpunkt eintreten.
  • Regelmäßig eintretende Wehen (alle 5 Minuten) oder das Springen der Fruchtblase sind Indikatoren für den Beginn der Geburt.
  • Der Kopf des Babys drückt auf den Muttermund, was mit stärker werdenden Wehen den Muttermund immer weiter öffnet.
  • Die Übergangsphase beginnt. Dein Baby rutscht tiefer in dein Becken hinein. Dein Muttermund befindet sich kurz vor der kompletten Öffnung. Spätestens jetzt muss die Fruchtblasse von deinem Arzt zerplatz werden, wenn sie noch nicht von selbst geplatzt ist.
  • Ist der Muttermund komplett geöffnet (10 cm) und liegt dein Baby in der richtigen Position in deinem Becken, beginnt die Austreibungsphase. Du beginnst die Wehen durch Pressen zu unterstützen.
  • Dein Baby verlässt deine Fruchtblase, dreht sich mit seinem Kopf durch dein Becken und gleitet durch den Geburtskanal.
  • Dein Damm beginnt sich zu dehnen
  • Der Kopf deines Babys verlässt deinen Körper zu erst.
  • Der kleine Körper folgt im Normalfall dem Kopf mühelos
  • Das Baby wird dir sofort übergeben so dass du die Möglichkeit des Bonding wahrnehmen kannst. Die Nabelschnur wird nach Beendigung des Pulsierens getrennt.
  • Die Nachgeburt. Die Plazenta löst sich circa 10 Minuten nach der Geburt durch die letzten Wehen aus deinem Unterleib und wird durch deinen Vaginalbereich ausgetrieben.
  • Ab jetzt beginnt für dich das Wochenbett.