Schmerzlinderung bei Wehen

schmerzlindernd bei wehen

Wie bei so vielen Dingen in der Schwangerschaft gilt es, dass jede Geburt mit den einhergehenden Wehen von jeder Frau unterschiedlich empfunden wird. Schmerzen können wohl kaum vermieden werden, doch gibt es Maßnahmen der Schmerzlinderung, über die jede werdende Mama Bescheid wissen sollte.

Prophylaktische Maßnahmen vor der Geburt

Akkupunktur

Laut einer wissenschaftlichen Studie lindert Akupunktur den Schmerz, der von den Wehen verursacht wird, nicht. Diese asiatische Heilmethode hat in Bezug auf die Geburt für Mutter und Kind weder negative noch positive Wirkung. Ein Effekt konnte jedoch festgestellt werden. Frauen, die sich vor der Geburt einer Akupunktur Therapie unterzogen haben, verzichteten mehr auf das synthetische schmerzlindernde Opioid Meperidin. Somit ist, laut dieser Studie, durch die Akupunktur eine Psychische, jedoch keine Physische Heilwirkung gegeben.    

Geschroteter Leinsamen

Leinsamen ist ein wirksames Mittel, um den Geburtskanal zu beschleimen, in dem die Schleimhäute im Vaginalbereich positiv angeregt werden. Das Baby rutscht somit bei der Geburt in der Austreibungsphase besser durch den Geburtskanal. Da der Darmkanal und der Geburtskanal parallel zueinander liegen wird auch der Verstopfung in der Schwangerschaft durch den Leinsamen Einhalt geboten. Geschroteten Leinsamen erhältst du in Supermärkten, Drogerien und Apotheken. Es empfiehlt sich ab der 33. Schwangerschaftswoche 1 bis 2 Esslöffel täglich zu sich zunehmen. Durch eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme erzielst du für deinen Körper die bestmögliche Wirkung.    

Dammmassage

Der Damm befindet sich zwischen Scheide und After. Durch eine gezielte Massage dieses Bereiches kannst du einen Riss während der Geburt vorbeugen oder den Schweregrad zumindest reduzieren. Beginnt der Damm bei der Geburt unkontrolliert zu reißen, ist ein Dammschnitt erforderlich. Eine Dammmassage funktioniert wie folgt: Nachdem du deine Hände gewaschen hast, reibst du deine Fingerspitzen mit Olivenöl ein und führst diese in deine Scheide. Dann fasst du deinen Damm und massierst diesen kreisförmig in Richtung deines Afters. Durch die Dammmassage wird das Gewebe des Damms elastischer und kann sich bei der Geburt besser dehnen ohne zu reißen.

Heublumen Dampfbad

Die Wirkung der pflanzlichen Heublumen ist vor allem für die Vorbereitung auf die Geburt ein wahrer Segen. Heublumen sind Blüten verschiedener Gräser und wirken durchblutungsfördernd und weichen das Gewebe des Beckenbodens auf. Gib am besten in einen Topf mit kochendem Wasser eine Handvoll Heublumen und stelle diesen in die Toilette, damit du dich für circa 10 Minuten drauf setzen kannst. Warte jedoch bis das Wasser sich etwas abgekühlt hat, damit du dich nicht verbrennst und durch die übermäßige Hitze das Baby nicht zu Schaden kommt. Ab der 38. Schwangerschaftswoche ist ein Heublumendampfbad empfehlenswert.

Die richtige Atmung

Durch eine gezielte Atmung während der Geburt kann der Schmerz durch den Druck, den das Baby auf das Becken ausübt, reduziert werden. Das Gewebe entspannt sich im Moment des Ausatmens und wirkt somit dem Schmerz entgegen. Die Konzentration auf die richtige Atmung hat außerdem den Effekt der Ablenkung und kann Mental den Schmerz linder, der durch die Wehen entsteht.

Wärme

Die mit den Wehen einsetzenden Rückenschmerzen kannst du mit Wärme lindern, indem du beispielsweise ein Dinkel-, Weizen- oder Kirschkernkissen erhitzt und unter deinen Rücken legst. Der Kreislauf von Wehen, Verkrampfung und Schmerz kann hier unterbrochen werden, da die Wärme eine starke Verkrampfung verhindern kann. Wärme lockert außerdem die Muskulatur und deine gesamte Körperspannung, sodass auch ein Dammriss vorgebeugt werden kann. Bei der Geburt zu entspannen ist wichtig, wenn auch leichter gesagt als getan, denn durch kleine Entspannungsphasen kann sich dein Muttermund einfacher und schneller öffnen. 

Medikamente zur Entspannung

Medikamente zur Entspannung machen dich Müde, lösen jedoch auch deine Verspannung. Eine Kombination aus medikamentöser Entspannung und nichtmedizinischen Übungen kann die Geburt um einiges erleichtern. Welche Medikamente gibt es?

Betäubungsmittel

Durch gewisse Betäubungsmittel können deine Schmerzen zwar gelindert werden, doch können diese Betäubungsmittel schädliche Auswirkungen auf dein Baby habe. Müdigkeit und Übelkeit gehen mit einer Betäubung einher. Sei dir bewusst das Betäubungsmittel starke Medikamente sind und überlege dir gut, ob du das dir und deinem Baby antun möchtest. Welche Betäubungsmittel gibt es?

Epiduralanästhesie (PDA)

Bei dieser Anästhesie wird dir ein Mittel in die Wirbelsäule eingeführt, das für eine komplette Schmerzlinderung sorgt. Die Nervenimpulse, die im Grunde das Schmerzgefühl an dein Gehirn senden, werden blockiert. Die Risiken für die Geburt und die Gesundheit für Mutter und Baby sind jedoch erhöht. Das solltest du dir bewusst machen. Wehen können durch eine PDA verlangsamt oder gar komplett gestoppt werden. Außerdem bist du nicht mehr in der Lage deine Geburtswehen durch pressen zu unterstützen, da deine Bauchmuskeln gelähmt sind und somit der Einsatz einer Zange oder einer Saugglocke zum Tragen kommen können. Auch ein Kaiserschnitt kann die Folge sein. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und ein verzögerter Milchfluss sind weitere Symptome in Verbindung einer PDA. 

Dauern deine Wehen sehr lange und du wirst nicht mehr Herr über deine Schmerzen, ist die PDA jedoch sinnvoll. Die einsetzende Entspannung hilft beim Öffnen des Muttermundes und wird dich der Geburt schneller näher bringen. Die Dosis muss jedoch ab einem gewissen Punkt herab gesetzt werden, da wie oben beschrieben, dein Mitwirken bei den einsetzenden Wehen durch pressen, nicht verhindert werden darf. 

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