Wo gibt es Hilfe für Schwangere in Not?

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Für die meisten Frauen bedeutet eine Schwangerschaft, das pure Glück und die Erfüllung eines Lebenstraums. Leider gilt dies nicht in allen Fällen. Es gibt viele Lebenssituationen, bei denen die Nachricht über die bevorstehende Mutterschaft bestehende Sorgen noch verstärkt und für zusätzliche Verzweiflung sorgt. Hier kommen eine Reihe von möglichen Gründen infrage, die aus einem Lebenstraum einen Alptraum machen können.

 

In vielen Fällen wird befürchtet, dass die finanziellen Belastungen, die mit einem Baby entstehen, unweigerlich in die Armut führen. In anderen Fällen ist die Partnerschaft, die das neue Leben entstehen lässt, nicht ausreichend stabil, um die Belastungen, die aus der Verantwortung für ein neues Menschenleben entsteht, bewältigen zu können. Nicht selten steht die Schwangere allein mit dem Baby da und blickt mit großer Angst in den vor ihr liegenden Lebensabschnitt.

 

Sollten Sie sich in einer solchen Situation befinden, ist es wichtig, schnelle und unbürokratische Hilfe zu finden, um die anstehende Aufgabe bewältigen zu können. Die Lebenssituationen, die dazu führen, dass Frauen eine Schwangerschaft mit Angst und Verzweiflung erfüllt, sollen nachfolgend noch genauer beleuchtet werden.

Häusliche Gewalt

Für die meisten scheint es selbstverständlich zu sein, dass schwangere Frauen besondere Behutsamkeit und besonderen Respekt erfahren. Um so unvorstellbarer ist es, dass sie in dieser sensiblen Phase einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, Opfer häuslicher Gewalt zu werden. Diese häusliche Gewalt kann sich körperlich, sexuell oder auch psychisch ausdrücken. Die Fälle von häuslicher Gewalt gegenüber schwangeren Frauen sind leider sehr zahlreich.

 

Die häusliche Gewalt durch den Partner kann in dieser Phase ihren Ausgangspunkt finden. Es ist allerdings auch möglich, dass die Beziehung seit längerer Zeit durch Gewalt des Partners bestimmt wird. Möglicherweise ist die Schwangerschaft sogar das Ergebnis häuslicher Gewalt. Wenn die Schwangere in dieser sensiblen Phase weiterhin dem gewalttätigen Partner ausgesetzt ist, kann dies zu schweren Verletzungen oder im schlimmsten Fall sogar zu Fehlgeburten führen.

 

Es ist somit sehr wichtig, dass die Frau dieses Umfeld auf schnellstem Weg verlässt. Sollten Sie ein Opfer häuslicher Gewalt sein, wenden Sie sich so schnell wie möglich an eine Hotline. Sollte es für Sie in Ihrem persönlichen Umfeld keinen sicheren Ort geben, an dem Sie Schutz finden können, ist es zu empfehlen, bis zur Geburt die Sicherheit eines Frauenhauses in Anspruch zu nehmen.

Finanzielle Unsicherheit

Die Kosten, die durch ein Kind entstehen, sind hoch. Der Blick in die offiziellen Statistiken belegt, dass eine Schwangerschaft in unserer Gesellschaft immer noch ein großes Armutsrisiko darstellt. Das Risiko in Armut zu stürzen ist für Schwangere ohne festen Partner oder in unsicheren Beziehungen besonders hoch. Die Angst vor der Armut besteht in besonderem Maße dann, wenn für das Baby eine Ausbildung oder ein Studium abgebrochen werden müssen und somit eine langfristige berufliche Perspektive infrage gestellt wird.

 

Auch eine bestehende Arbeitslosigkeit oder ein niedrig entlohnter Job lassen die Angst vor einer weiteren Verarmung bei den Betroffenen wachsen. Die Aussicht auf eine Zukunft in einem von finanzieller Unsicherheit geprägten Lebensumfeld ist für viele Schwangere ein Grund für tiefe Verzweiflung und Existenzängste. Gerade in dieser Situation ist die Hilfe für Schwangere in Not von großer Wichtigkeit. Vielfach wissen die betroffenen Frauen nicht, auf welchem Weg sie finanzielle Unterstützung, die auch von staatlicher Seite in verschiedenen Formen angeboten wird, in Anspruch nehmen können.

 

Wenn Sie hier Unterstützung benötigen, sollten Sie sich an eine telefonische Beratung wenden. Hier finden Sie nicht nur sensiblen, sondern auch kompetenten Beistand beim Umgang mit Behörden. Sie finden auf diese Weise Unterstützung auf dem Weg, die Zukunft für Sie und Ihr Kind wesentlich positiver zu gestalten. Für Sie bedeutet es, sich entspannter und optimistischer auf die bevorstehende Geburt und Ihre dann folgende Mutterschaft vorzubereiten. Das Gefühl, Befreiung aus der drängendsten Notlage zu finden, verschafft Ihnen auch die Möglichkeit für Ihr Kind die Mutter zu sein, die Sie sich zu sein wünschen.

Minderjährigkeit

Bei minderjährigen Schwangeren ist der Unterstützungsbedarf besonders groß. Die Situation ist in den meisten Fällen nicht geplant und konfrontiert die Schwangere und ihr persönliches soziales Umfeld mit vielfältigen Sorgen und Problemen. Bei minderjährigen Schwangeren bedeutet die Entscheidung für ein Kind einen besonderen Eingriff in die weitere Lebensplanung. Hier ist eine Lebensphase betroffen, die vielfältige Weichenstellungen für den weiteren Lebensweg nötig macht. Die zu treffenden Entscheidungen sind ohne die Verantwortung für ein Kind bereits sehr schwierig.

 

Die zusätzliche Verantwortung kann an dieser Stelle schnell einen Zustand der Überforderung verursachen. Vielfältige Fragen sind hier im Vorfeld zu klären und abzuwägen. Durch die Betroffenen sollte zunächst geklärt werden, welche Unterstützung im unmittelbaren Umfeld zu erwarten sein wird. Vor diesem Hintergrund sollten Sie zunächst die Rolle des werdenden Vaters für Ihr zukünftiges Leben und welche Unterstützung von diesem zu erwarten sein wird, festlegen. Außerdem sollten Sie die Bereitschaft Ihrer Eltern, Sie zu unterstützen, mit diesen besprechen.

 

Besonders wichtig wird es an dieser Stelle für Sie sein, einen Weg zu wählen, der es Ihnen ermöglicht, auch mit einem Kind Ihre eigene Ausbildung zu beenden. Dies stellt für Sie die Grundvoraussetzung dar, in der Zukunft eine finanzielle Unabhängigkeit zu erlangen. In den Sprechstunden der Anlaufstellen für Schwangere in Not können Betroffene zu diesen Themen Beratung finden. Sie finden hier die notwendige Hilfe, um einen Weg zu erarbeiten, mit dem die Zukunft von Mutter und Kind positiv gestaltet werden kann.

Anlaufstellen für Schwangere in Not

Wenn Sie als Schwangere in eine Notsituation geraten, gibt es verschiedene Anlaufstellen, durch die Sie in dieser Situation Hilfe erhalten können.

Hilfetelefone

Durch Hilfetelefone wird sichergestellt, dass Schwangere in einer Notsituation Ansprechpartner finden, die eine kompetente und vertrauliche Beratung gewährleisten können. Gerade in dieser Situation ist es wichtig, dass die Betroffenen mit ihren Problemen nicht allein gelassen werden, sondern einen Ansprechpartner finden, an den sie sich mit ihren Problemen wenden können. Die Angebote, die hier zur Verfügung gestellt werden, sind in der Regel 24 Stunden täglich verfügbar. Die telefonischen Berater, die Ihnen hier zur Verfügung stehen, sind qualifizierte Fachkräfte, die über eine langjährige Erfahrung in der psychosozialen Beratung von Frauen verfügen.

Frauenhäuser

Wenn Sie als schwangere Frau Opfer häusliche Gewalt geworden sind, sollten Sie so schnell wie möglich das häusliche Umfeld verlassen und den Schutz eines Frauenhauses suchen. Diese Zufluchtsstätten sind nicht nur rund um die Uhr erreichbar, sie stehen auch zur Beratung bei familien- und sozialrechtlichen Fragestellungen zur Verfügung. Zusätzlich wird hier Unterstützung bei den Fragen der seelischen und körperlichen Gesundheit angeboten. Darüber hinaus kann hier Unterstützung beim Umgang mit Behörden gefunden werden. Zusätzlich erfahren Kinder, die häusliche Gewalt miterleben mussten, hier Unterstützung beim Umgang mit dem Erlebten.

Hebammen-Sprechstunde

Wenn Sie als Schwangere Unterstützung bei allen Fragen rund um die anstehende Geburt haben, sollten Sie sich in einer Hebammen-Sprechstunde beraten lassen. Schwanger zu sein bedeutet, eine große Veränderung der bisherigen Lebenssituation. Häufig entstehen durch diese ungewohnte und in vielen Fällen auch nicht geplante Situation Fragen, die Sie oder die Personen in Ihrem unmittelbaren Umfeld nicht beantworten können.

 

Wenn Sie hier jemanden suchen, der Sie berät, wie Sie sich während einer Schwangerschaft verhalten sollten, ist es zu empfehlen, eine Hebammen-Sprechstunde aufzusuchen. Hier können Sie kompetente Beratung rund um die für Schwangere so wichtigen Themen wie Geburt, Wochenbett, Stillen, Ernährung usw., erhalten.

Fazit

Einem Kind das Leben zu schenken, gehört zu den großartigsten Dingen, die eine Frau in ihrem Leben machen kann. Diese Aussage sollte vielleicht etwas relativiert werden. Es ist sicherlich für Mutter und auch Kind wichtig, in welcher Lebenssituation ein Baby erwartet wird. Viele Schwangere werden durch die Sorgen und die Nöte, die das Ihnen wachsende Leben verursacht, erdrückt.

Wenn der Blick in die Zukunft mit Baby Sie verzweifeln lässt, sollten Sie Unterstützung suchen. Hilfe für Schwangere in Not können Sie über eine Hotline erhalten. Zu Ihrer Unterstützung steht eine große Anzahl von Hilfstelefonen zur Verfügung, hinter denen sich ein vollständiger Sekretariatsservice verbirgt, der für Sie eine optimale Beratung sicherstellen kann. Das bedeutet, dass viele Organisationen ganze Büroteams zur Verfügung haben, die sämtliche Telefonate oder den Schriftverkehr für Sie übernehmen.

 

Es gibt viele Wege, über die Sie in dieser schwierigen Situation Hilfe erhalten können. Durch die kompetente und vertrauliche Beratung, die Sie bei einer Hotline finden können, wird sich auch für Sie ein Weg finden, der Ihnen eine lebenswerte Zukunft, in Ihrer neuen Lebenssituation, ermöglicht.