Das sind kindersichere Putzmittel Aufbewahrung Ideen

 In Ratgeber

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Die Gefährdung der Kinder durch Putzmittel ergibt sich durch zwei Aspekte. Das Temperament und das Verhalten des Kindes sind den Eltern und nahestehenden Personen bekannt. Die Inhaltsstoffe des Putzmittels werden meist, wenn überhaupt, nur oberflächlich zur Kenntnis genommen. Und das, obwohl die Inhaltsstoffe Gefahrenpotenzial beinhalten. Deshalb sind kreative Putzmittel Aufbewahrung Ideen gefragt. Doch was macht Putzmittel so gefährlich?

Inhaltsstoffe

Wenn Putzmittel gekauft werden, ist es gut, die Angaben der Inhaltsstoffe zu lesen. Das Überwiegende, was wir an derartigen Mitteln kaufen, hat oft einen großen Anteil an chemischen Stoffen, die uns zum gewünschten Ergebnis beim Putzen verhelfen. Nicht alles ist biologisch abbaubar. Was als Abfall über das Wasser in die Umwelt gelangt, kann Schaden anrichten.

Noch mehr aber sollten die Bestandteile von Interesse sein, wenn kleine Kinder im Haushalt leben, die vor den unmittelbaren Gefahren der Chemikalien geschützt werden müssen.
Besonders aggressive Inhaltsstoffe stecken beispielsweise in Rohrreinigungsmitteln und hochwirksamen Toilettenbeckenreinigern. Gefährliche alkalihaltige Substanzen sind oft in Bleichmitteln und Spülmaschinenreinigern zu finden. Fleckenlöser oder Schaumreiniger enthalten oft Stoffe, die bei der Schaumbildung Dämpfe entfalten. Bei nicht ausreichendem Abstand können diese eingeatmet werden.

Das kindliche Verhalten

Kinder nehmen ihre Umwelt aktiv wahr. Mit Neugier und Wissensdurst wollen sie den Dingen auf den Grund gehen. Ihr Nachahmungstrieb und ihr Bedürfnis helfen zu wollen, lassen keine Langeweile aufkommen. Das ihnen zur Verfügung stehende Spielzeug verliert im Kleinkindalter den Reiz, wenn die Möglichkeit besteht, es den Großen gleichzutun. Warum nicht? Oft werden sie aufgefordert, entsprechend ihrem Entwicklungsstand zu helfen. Gern machen sie es genauso, wie sie es sehen und bekommen reichlich Lob dafür.

Der Reiz der Flaschen mit gelbem, blauem oder pinkfarbenem Inhalt wird verstärkt, wenn das Etikett mit lustig aufgemachten Aufklebern und mit Abbildungen von diversen Früchten wirbt. Die farbenfrohe Flüssigkeit und der angenehme Duft von Orangen und Zitronen signalisieren keine Gefahr. Die Erwartung, etwas Wohlschmeckendes vorzufinden, macht Lust auf das Probieren. Nein – es ist nicht drin, was drauf ist!

Worin besteht die Gefahr?

Bereits der Versuch ist gefährlich. Kleine Mengen können große, manchmal bleibende Schäden anrichten.

Innere Vergiftung

Beim Versuch des Trinkens oder Verschlucken sind die Lippen, die Zunge, der Mund, die Speiseröhre und der Magen von Verletzungen betroffen. Der Körper zeigt starke Reaktionen wie Husten, erhöhter Speichelfluss, Erbrechen und Schluckhemmungen. Atemnot, Pulsrasen und Blutdruckabfall sind Vergiftungserscheinungen.

Verätzungen

Atemwegsreizungen treten oft bei der Benutzung von Sprays auf. Die mit dem Schaum austretenden Dämpfe können über den Mund und die Nase die kleinen Atemwege der Bronchien erreichen und dort Schaden anrichten.
Verätzungen der Speiseröhre sind die Folge, wenn säurehaltige Stoffe getrunken werden.

Schädigung der Augen

Durch das unsachgemäße Bedienen oder das Spielen mit Sprühflaschen kann der Inhalt auf die Haut und auch in die Augen gelangen. Reizungen im unterschiedlichen Ausmaß treten auf und sind, wenn sie das Auge betreffen, besonders gefährlich.

Schäden wie bei Verbrennungen der Haut

Gelangen chemische Stoffe auf die Haut, entstehen Verletzungen ähnlich einer Verbrennung. Je nach Stärke und Menge der Laugen oder Säuren treten Rötungen und Schwellungen der Haut auf, die auch mit Blasenbildungen einhergehen können. Auf jeden Fall sind sie mit Schmerzen verbunden.

Erste Hilfe

Wenn ein Giftnotruf bekannt ist, wäre dieser der erste Weg, professionellen Rat zu holen. Auch wenn es schwerfällt, hilft es, die Ruhe zu bewahren. Richtige Schritte einzuleiten ist besser, als in Panik zu verfallen und nicht helfen zu können.

Trinken statt Erbrechen

Wenn Putzmittel getrunken wurden, richten sie Schäden des oberen Verdauungsweges an. Einmal dort sollen sie keinesfalls auf dem Weg zurückgeholt werden.
Ätzende Substanzen richten auf dem Weg nach oben beim Erbrechen noch einmal genauso viel Schaden an wie beim Trinken nach unten. Deshalb soll das Entleeren des Magens in dieser Form unbedingt vermieden werden.
Bis zum Eintreffen des Arztes kann das Kind animiert werden, möglichst viel Wasser oder auch Milch zu trinken. Damit wird die ätzende Flüssigkeit verdünnt und das Ausschwemmen eingeleitet.

Wenn Putzmittel in die Augen gelangt ist

Das Auge reagiert bei Gefahr auf natürliche Weise durch Schließen, sodass es sich selbst vor Schaden von außen schützt. Es kann sein, dass der Blinkreflex mit einem Bruchteil einer Sekunde zu spät einsetzt und Putzmittel den Augapfel erreichen. Das Auge reagiert mit vermehrter Tränenbildung und sorgt für eine natürliche Spülung. Trotzdem sollte versucht werden, das Auge von außen ein paar Minuten lang mit Wasser zu spülen.

Ärztliche Konsultation

Der Notdienst ist zu alarmieren, wenn die Vermutung besteht, dass das Kind ein Reinigungsmittel getrunken hat. Das Ausmaß der möglichen inneren Verletzung kann von einem Laien absolut nicht eingeschätzt werden.

Bei minimalen oder nur vermutlichen Kontakt mit Reinigungsmitteln auf der Haut ist das Kind gut zu beobachten. Auch bei geringen Reaktionen oder eigener Verunsicherung sollte das Kind einem Arzt vorgestellt oder medizinischen Rat eingeholt werden. Der eigene Griff zu einer vorhandenen Salbe ist zu unterlassen, da die Inhaltsstoffe der Salbe nicht den gewünschten Effekt erzielen oder eine Verschlimmerung bewirken könnten.

Die Putzmittel Aufbewahrung – Ideen und Möglichkeiten

Kinder sind erfinderisch und können oft Hindernisse ehrgeizig überwinden, wenn sie ein Ziel ansteuern. Um sie vor negativen Erfahrungen und Schäden zu bewahren, müssen Putzmittel äußerst sicher aufbewahrt und auch im Gebrauch für das Kind unerreichbar abgestellt werden. Ein unachtsamer Moment genügt für die uneingeschränkte Neugier der Kleinen.
Hier gilt, mit Blick auf das Temperament des Kindes und sich selbst im eigenen Verhalten herauszufinden, welche Ideen zu Putzmittelaufbewahrung die persönlich optimalen darstellen.

Der abschließbare Schrank

Die simpelste Möglichkeit ist, die Putzmittel in einem Schrank aufzubewahren, der mit einem Schlüssel abschließbar ist. Moderne Küchenschränke sind dafür meist nicht vorgesehen. Deshalb wäre ein Extraschrank in der Besenkammer der ideale Ort. Aber wer hat die schon?
Das Badezimmer oder möglicherweise der Keller im Einfamilienhaus gäbe dafür einen Platz her. Der Schlüssel muss in diesen Fällen einen für das Kind unerreichbaren Platz für die Ablage erhalten.

Eine praktikable Lösung, Putzmittel kindersicher unterzubringen, bieten Schrankverschlüsse für Küchenschränke und -schubladen verschiedener Hersteller. Mit oder ohne Magnet werden die Verschlüsse hinter der Tür oder obenauf sichtbar, größtenteils durch Klebung aufgebracht. Es ist einiges Geschick erforderlich, um die Tür zu öffnen. Aber Vorsicht: Verbotenes weckt den Forscherdrang. Die Kinder sind gute Beobachter und irgendwann haben sie herausgefunden, wie die Sache funktioniert. Auch wenn TÜV-geprüft, die absolute Sicherheit können die Verschlüsse nicht garantieren.

Die Box außer Reichweite

Ob im Schrank oder ohne – die sicherste Methode ist, Gefährliches außer Reichweite des Kindes abzustellen. Dieser Grundsatz hat sich bei Messern, Scheren und Streichhölzern von jeher bewährt. Es erfordert allerdings besondere Achtsamkeit. Schnell ist etwas vergessen, wenn spontan anderes die Aufmerksamkeit erfordert.

Kreativität oder Alternativen

Oberstes Gebot ist die notwendige Aufmerksamkeit, wenn bei dem Gebrauch von Putzmitteln kleine Helfer in der Nähe sind oder selbst mittun wollen. Danach kommen die Regeln, die konsequent eingehalten werden müssen – von dem, der als Erwachsener das Putzmittel verwendet und dem, der es nicht darf.

Das „Nein, du nicht“ duldet keine einzige Ausnahme. Stattdessen wäre es möglich, das „So-tun-als-ob-Spiel“ aufzugreifen und dem kleinen Helfer eine kleine Sprühflasche – „sein Putzmittel“ – zur Verfügung zu stellen. Mit einem „bsch, bsch, bsch“ – das Sprühgeräusch – kann mit dem imaginären Putzmittel nach Herzenslust mitgeputzt werden. Die „Arbeit“ bekommt abschließend ein Lob und hat gemeinsam viel Spaß gemacht.

Besonders aggressiv wirkende Mittel könnten – mindestens vorübergehend für Alternativen aus natürlichen Reinigungsmitteln Platz machen. Die Aufnahme von Zitrone, verdünntem Essig, Natron, Backpulver, Kernseife oder Kartoffelwasser sind zwar nicht unbedenklich, verursachen aber keine starken Schäden oder hochtoxische Wirkung mit Lebensgefahr.

Wenn während der Reinigungsarbeiten die notwendige Aufmerksamkeit nicht gewährleistet werden kann oder es die Familiensituation erfordert, besteht die Möglichkeit, ein ortsnahes Unternehmen mit den Reinigungsarbeiten zu beauftragen. Dienstleister, wie die Reinigungsfirma Bern, führen nicht nur die gewünschten Arbeiten aus, sondern gewährleisten auch das fachgerechte Verstauen der Reinigungsmittel.

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