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WIE FUNKTIONIERT UNSERE FORTPFLANZUNG

Fortpflanzung

Unsere Fortpflanzung ist komplex und kaum vorstellbar. Auch hier hat die Natur beste Arbeit geleistet. Das Sperma des Mannes und die Eizelle der Frau sind hierfür die wichtigsten zwei Zutaten für das Geheimrezept. Doch auch Zeitpunkt und Fruchtbarkeit spielen eine große Rolle. Circa 400 Eizellen werden bei einer Frau bis zu ihren Wechseljahren heranreifen. Zwischen dem 14. und 16. Lebensjahr beginnt bei einem Mädchen der Menstruationszyklus und somit die Fruchtbarkeit. Die Wechseljahre treten in der Regel zwischen 45 bis 55 Jahren ein. Bis zu diesem Zeitpunkt ist eine Frau in der Lage ein Baby zu gebären. Was passiert nun bei der Fortpflanzung?

In der Mitte des Menstruationszyklus reift eine Eizelle heran, die sich von den Ovarien ablösen und über die Eierstöcke in den Unterleib wandern, bis es die Gebärmutter erreicht hat. Hierbei handelt es sich um den Eisprung. Die Eizelle, die sich auf den Weg zur Gebärmutter befindet, ist circa 18-24 Stunden fruchtbar und kann in dieser Zeit von den Spermien des Mannes befruchtet werden. Findet eine Befruchtung nicht statt, wird die Eizelle am Ende des Menstruationszyklus durch die Gebärmutterschleimhaut (Periodenblutung) aus dem Körper abgeführt.

Der Mann produziert schon sehr früh in seinem Leben täglich Spermien. Das einzige Ziel dieser Spermien ist die Befruchtung einer Eizelle. Die Produktion findet in den beiden Drüsen der Hoden statt. Die fertigen Spermien werden im Nebenhoden gelagert und kurz vor der Ejakulation, also dem männlichen Orgasmus, mit der Samenflüssigkeit vermischt und durch den Penis, im wahrsten Sinne des Wortes, nach draußen katapultiert. Bei circa 34 °C können gesunde Spermien produziert werden. Das ist etwas kühler als die Temperatur des menschlichen Körpers. Eine kühle Lagerung der Hoden ist demnach wichtig für eine immerwährende Produktion von Spermien. Obwohl Millionen von Spermien produziert werden, wird in der Regel am Ende nur ein Spermium die weibliche Eizelle befruchten. Beim Geschlechtsverkehr treibt der Mann durch seinen Orgasmus die Spermien durch die Scheide hinauf zum Gebärmutterhals. 

„Experten“ behaupten, dass die Frau nach dem Sex noch eine Weile in der waagerechten Position verharren soll, um den Spermien den Weg zur Eizelle zu erleichtern. Auch eine akrobatische Kerze soll hier eine für die Spermien unterstützende Funktion sein. Ob das am Ende wirklich förderlich ist, sei dahin gestellt.

Die Spermien sind also auf der Suche nach der Eizelle. Auf dem Weg dorthin wird sich die Anzahl der Spermien stark reduzieren, da viele im Milieu der Scheide und am Zervixschleim nicht überleben. Die schnellsten Schwimmer sind nach circa 30 Minuten, die langsamsten nach 12 Stunden, an ihrem Ziel. Das Ziel ist die Eizelle der Frau. Kam es nach dem Geschlechtsverkehr noch nicht zum Eisprung, verharren die Spermien bis zu 48 Stunden in einer Warteposition. Einteil der kleinen Schwimmer machen sich sogar auf den Weg zum Eileiter, um dort die Eizelle bereits in Empfang zu nehmen. Wie gesagt, zum Schluss schaffen es nur ein paar Dutzend zum gewünschten Ziel.

Treffen Spermien und die Eizelle aufeinander gilt es für das Spermium, die äußere Hülle der Eizelle zu durchdringen. Hier findet nun die Befruchtung der Eizelle statt. Ist eins der Spermien in der Eizelle, schließt diese sich und wird von einem Schutzschild umgeben, sodass keine weiteren Schwimmer eindringen können. Schaffen es mehrere Spermien in die Eizelle, kommt es zur Mehrlingsgeburt.

Nun verbindet sich das Spermium mit der Eizelle, was circa weitere 24 Stunden dauert. Schlussendlich kannst du dich als schwanger bezeichnen, wenn die befruchtete Eizelle den Weg in die Gebärmutter gefunden und sich dort erfolgreich eingenistet hat. Der Weg zur Gebärmutter einschließlich der Einnistung nimmt weitere Tage in Anspruch. Leider kann es auch vorkommen, dass die Eizelle sich in den Eileitern einnistet, was zwangsläufig zu einer Fehlgeburt führt. Das erfolgreiche Einnisten an der Gebärmutterwand in der Gebärmutter, wo sich dann die Plazenta bildet, wird elementar für die Versorgung des kleinen Babys. Über die Nabelschnur ist der kleine Spross dann an der Plazenta angedockt und wird so die Schwangerschaftswochen wachsen und gedeihen.  

Ob es ein Mädchen oder ein Junge wird, hängt davon ab welches Chromosom das Spermium hatte. Somit entscheidet sich das Geschlecht bereits bei der Befruchtung der Eizelle. Die Eizelle der Frau ist immer ein X-Chromosom. Somit erzeugen Spermien mit einem X-Chromosom ein Mädchen und Spermien mit einem Y-Chromosom einen Junge. Im Grunde ist also der Mann dafür verantwortlich für das Geschlecht. Was zu guter Letzt wirklich herauskommt ist dann Zufall oder gibt es vielleicht doch eine Kraft, die entscheidet, welches Spermium bei der Befruchtung in die Eizelle gelangt?

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