SCHWANGERSCHAFTSSYMPTOM - BECKENSCHMERZEN

Beckenschmerzen Schwangerschaft

Viele Schwanger haben oftmals mit dem Schwangerschaftssymptom Beckenschmerzen zu kämpfen, was unangehnem ist und eine starke Belastung darstellt. Es ist ein Fakt, das während der Schwangerschaft das Becken deutlich stärker belastet wird. Dies Belastung ist normaler und wird in der Regel vom Körper reguliert. Jedoch kann es vorkommen, dass bei einigen Schwangeren eine Symphysenlockerung auftritt, wobei dieser Zustand mit großen Schmerzen verbunden ist! 

Was versteht man unter einer Symphysenlockerung?

Die sogenannte Schambeinfuge (Symphysis pubica) verbindet die beiden Beckenhälften an der Vorderseite, wobei eng verflochtene Bänder diese Verbindung zusätzlich verstärken. Unter normalen Bedingungen kommt es daher an dieser Stelle kaum zu Bewegungen. Doch damit das Baby bei der Geburt problemlos durch das Becken gleiten kann, werden vom Körper die Hormone Relaxin und Progesteron ausgeschieden. Dadurch wird die Schambeinfuge zunehmend elastischer und es kann zu Beckenschmerzen im Bereich der Leisten- und Schambeingegend kommen.

Wie äußern sich die Schmerzen?

Die auftretenden Schmerzen bei einer Symphysenlockerung sind in der Regel lokal auf dem Bereich der Leisten- oder Schambeingegend begrenzt. Dabei kann das Treppensteigen oder das Autoeinsteigen diese Beschwerden noch weiter verschlimmern. Doch bei einigen Frauen breiten sich diese Beckenschmerzen aus, sodass es sogar zu Schmerzen innerhalb der Oberschenkel kommen kann, welche sich bis in die Fußzehen ausdehnen. Gleichzeitig sorgt das Spreizen der Beine, das Treppensteigen sowie die Bewegungen im Bett dafür, dass sich die Beschwerden noch verschlimmern, Auch dein Nachtschlaf kann unter diesen Beckenschmerzen leiden. Kommt es dann noch zu einem starken Handrang, der in der Schwangerschaft üblich ist und der dich alle 2 Stunden auf die Toilette gehen lässt, kann jeder Gang aufs Klo ein wahrer Schmerzakt sein.

Wann können diese Beschwerden auftreten?

Eigentlich können diese Schmerzen während der gesamten Schwangerschaft sowie nach der Geburt auftreten. Doch bei den meisten Frauen zeigen sich diese Symptome erstmalig in der Mitte der Schwangerschaft. Gleichzeitig solltest du wissen, das Schmerzen bei der Symphysenlockerung sehr wahrscheinlich sind, wenn du bereits während der ersten Schwangerschaft unter Beckenschmerzen gelitten hast. Doch keine Angst, eine erfahrene Hebamme oder auch die Frauenärztin bzw. der Arzt kann diese Probleme der Symphyse schnell diagnostizieren und mithilfe von Test bestätigen. 

Wie werden diese Beckenschmerzen behandelt?

In der Regel werden diese Beschwerden genauso behandelt, wie Schmerzen ab Beckengürtel, wobei hier ein orthopädischer Stützgürtel die Symptome abmildern soll. Gleichzeitig kann unter Umständen eine Mobilisation zum Einsatz kommen, um mögliche Bewegungsstörungen zu korrigieren. Doch auch eine Akkupunktur oder die Therapiemöglichkeiten Chiropraktik, auf die weiter unten näher eingenangen wird, und Osteopathie können sehr hilfreich sein.

Wie lassen sich die Schmerzen mit Alltag lindern?

Neben den Behandlungsmöglichkeiten gibt es noch einige Hilfsmittel, die du zur Vorbeugung anwenden kannst. Dazu gehören auf jeden Fall die regelmäßige Übungen für den Bauch und Beckenboden. Schließlich wird auf diese Weise die Belastung des Beckens deutlich verringert und Schmerzen treten seltener auf. Gleichzeitig solltest du regelmäßige Pausen einlegen, beispielsweise indem du dich auf einen Gymnastikball setzt. Des Weiteren gehören schweres Schieben und Heben erst einmal der Vergangenheit an, wobei auch das Einkaufwagenschieben vermieden werden sollte.

Ebenso wichtig ist es, sich beim Tepppensteigen Zeit zu lassen. Stell zuerst das kräftigste Bein auf die nächste Treppenstufe und zieh anschließend das zweite Bein hinterher. Gleichzeitig solltest du bei Aktivitäten im Wasser Schwimmen auf das  Brustschwimmen verzichten, da hierbei die Beine gespreizt werden. Stattdessen sind eher schonende Bewegungen im Wasser oder das Rückenschwimmen angebracht. Ein weitere Hinweis gilt dem Zusammenschlagen der Beine. Auch wenn viele Fruen geren und oftmals mit übereinander geschlagenen Beinen sitzen, solltest du diese Sitzhaltung in jedem Fall vermeiden. 

Ein ruhiger Nachtschlaf

Nicht nur im Alltag gibt es einige Möglichkeiten, um die Beckenschmerzen zu vermindern, sondern auch für die Nacht. Dabei ist es wichtig, dass das Bett so hoch ist, dass das Aufstehen bequem vom Sitzen aus möglich ist. Gleichzeitig solltest du dich beim Zubettgehen erst einmal auf die Bettkante setzen, um anschließend nacheinander deine beiden Beine ins Bett zu legen. Schließlich werden noch zwei Kissen, zwischen Knöchel und Knie gelegt, um Rücken und Becken zu unterstützen. Hierzu eignet sich sicherlich auch ein Stillkissen, was im besten Fall schon während der Schwangerschft besorgt werden sollte. Möchtest du dich auf die Seite drehen, dann ist es ratsam, zuerst beide Beine aufzustellen und sich danach zur Seite zu rollen. Somit vermeidest du Spreizbewegungen der Beine. Es gilt immer schnelle und ruckartige Bewegungen zu vermeiden, um das Becken zu schohnen.

Becken, Geburt & Chiropraktor

Um dich von Beckenschmerzen, die durch deine Schwangerschaft verursacht werden, zu befreien, ist es ratsam einen Chiropraktor aufzusuchen, denn auch deine Geburt, kann durch das Wissen und die Behandlung eines Chiropraktors positiv auf die Geburt wirken. In Deutschland ist die Chiropraktik nicht im Gesundheitssystem verankert. Die Chiropraktik verfolgt einen ganzheitlichen und natürlichen Behandlungsansatz, in dem deinem Körper geholfen wird, sich selbst zu regulieren. Mehr über Chiropraktik erfährst du im Gesundheitstipp 17. SSW. In vielen Ländern gelten Chiropraktoren als erste Adresse nach der Geburt, um den kleinen Nachwuchs auf Fehlhaltungen und Schiefstellungen zu kontrollieren. Auch vor der Geburt findet ein gut ausgebildeter Chiropraktor sanfte Griffe, um Becken und Wirbelsäule zu richten. Eine Behandlung in der Mitte deiner Schwangerschaft ist deshalb ratsam, damit dein Becken in die richtige Position gerückt wird. Schmerzen werden gelindert und dein Körper wird optimal auf die Geburt vorbereitet. Ein Besuch bei einem Chiropraktor lohnt. Es gibt in Deutschland circa 120 ausgebildete Chiropraktoren, die dir wichtige Hinweise und Tipps bei Schmerzen im Beckenbereich geben können.  

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