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Muttermilchersatz schädlich für Säuglinge

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Dass künstlicher Muttermilchersatz bei Säuglingen zu einer noch nicht weit erforschten Darmkrankheit führen kann, wird schon seit längerer Zeit in medizinischen Kreisen vermutet. Viele Mütter haben jedoch noch nie davon gehört und sich noch nie mit dieser Materie auseinandergesetzt. Alles, was so toll im Fernseher oder auf den Hochglanzseiten der etablierten Blättchen zu sehen ist, kann doch nur gut fürs Kind sein. Das, was nicht sein darf, kann einfach nicht sein und so bewegt man sich in einer Art kognitive Dissonanz, was das Thema Baby und Kleinkind generell angeht. Der Grund für diese Darmerkrankung, die nekrotisierende Enterokolitis genannt wird, ist leider noch nicht wirklich bekannt. Fakt jedoch ist, dass 90 % der Säuglinge, die daran erkranken, nicht gestillt wurden und Muttermilchersatz bekamen.

Nun gibt es eine Studie, die einen Zusammenhang zwischen der Anwendung von Muttermilchersatz und der schädlichen Darmerkrankung feststellt. Jedes zehnte Baby, das sich mit diesem Darminfekt konfrontiert sieht, stirbt an den Symptomen dieser Krankheit, was einen besonders relevanten Grund darstellt, sich intensiv mit dem Thema der Säuglingsernährung zu beschäftigen.

Was ist nekrotisierende Enterokolitis

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei nekrotisierende Enterokolitis um eine Darminfektion bei Säuglingen. Betroffen bei dieser Infektion ist im Grunde die Darmwand, da sich die Darmschleimhaut zurückbildet (Zellensterben) und es somit sogar zu einem Durchbruch der Darmwand kommen kann. Schon in früheren Zeiten wurden Fälle dieser Darmerkrankung dokumentiert. Wenn man bedenkt, dass es bereits Aufzeichnungen von 1825 gibt, bei denen es durch die Infektion des Darmes zu Todesfällen kam, ist es noch erschreckender, wie sehr wir noch heute im Dunklen tappen. Erstaunlich ist weiterhin, das die Zahl der Säuglinge, die an den Symptomen der nekrotisierende Enterokolitis erkranken, stetig steigt. An dieser Stelle sei zu erwähnen, wie empfindlich der Darm und der Magen bei Säuglingen generell ist. Es ist also von großer Bedeutung was Säuglinge als Nahrung bekommen und dies ändert sich auch, bis weit über das erste Lebensjahr, nicht.

Am häufigsten sind Frühchen betroffen. Nahe liegt, dass der Darm eines Säuglings noch weniger entwickelt und somit noch anfälliger ist. Wichtig ist, das Problem frühzeitig zu erkennen, damit als erste Maßnahme eine Magensonde gelegt werden kann. Die Aufnahme von Nahrung erfolgt auf diesem Weg parenteral. Dies hilft nicht immer, was dann weitere eingriffe von Nöten macht.

Muttermilchersatz als Auslöser für nekrotisierende Enterokolitis

Im Zusammenhang mit der Darminfektion bei Säuglingen sehen die Wissenschaftler der Universität aus San Diego die unterentwickelte Darmschleimhaut bei Säuglingen, aber vor allem bei Frühgeborenen. Die Darmschleimhaut des menschlichen Organismus,  ist ein Schutzwall für freie Fettsäuren, die beim Verdauungsprozess entstehen. Bei Kindern und Erwachsenen reicht die Darmschleimhaut aus, um die Darmwand zu vollumfänglich zu schützen. Bei Säuglingen sieht dies jedoch anders aus. Die Theorie, der angesprochenen Studie nimmt an, dass die Darmschleimhaut, also das Schutzschild im Darm von Säuglingen, nicht ausreicht, um die Zellstruktur der Darmwand zu schützen.

In verschiedenen Test wurden nun, und mit der Erkenntnis, dass freie Fettsäuren die Membrane der Darmwand angreift und zerstört, natürliche Muttermilch und Muttermilchersatz gegenübergestellt und getestet. Hierzu simulierte man den Verdauungsprozess anhand von extrahierten Enzymen und beobachtet die Entstehung von freien Fettsäuren. Die entstandenen Fettsäuren gab man dann in entnommenes Zellgewebe einer Darmwand, um den Effekt zu überprüfen. Das Ergebnis stellte Folgendes dar:

  • Muttermilchersatz bildet verstärkt freie Fettsäuren
  • Diese Fettsäuren zerstörten innerhalb Minuten die gesunden Darmwandzellen
  • Muttermilch bildet kaum bis keine Fettsäuren
  • Die geringe Fettsäure der Muttermilch tötete keine Zelle der Darmwand

Eigentlich sollten diese Testergebnisse niemanden überraschen. Wieso sollte Muttermilch gesunde Zellwände zerstören? Der natürliche Prozess ist vollkommen und ganzheitlich und dient ausschließlich dem Wachstum und dem Gedeihen des Körpers. Im Grunde sollte uns das Ergebnis nur die Erkenntnis geben, dass wir nicht in der Lage sind, die natürlichen Prozesse des Stillens zu 100% nachzubauen.

Muttermilch - Natürlicher Schutz für Säuglinge

Wie die Studie anhand von Tests klar darstellt, schafft es die Muttermilch, dem Säugling die optimale Nahrung bereitzustellen, ohne es zu gefährden. In den Tests ging weiterhin hervor, dass Muttermilch durch den Verdauungsprozess langsamer zersetzt wird und dadurch weniger bis keine Fettsäuren produziert werden. Wieso genau das so ist, bleibt jedoch weiterhin ein Geheimnis. Wahrscheinlich liegt das an der Zusammensetzung der Muttermilch, die wir bis heute nicht im entferntesten entschlüsseln konnten. Eines jedoch ist gewiss. Muttermilch tötet keine Zellwände.

Das Stillen mit natürlicher Muttermilch bietet für das Baby zu jeder Zeit der Entwicklung die richtige Zusammensetzung der Inhaltsstoffe. Dies gilt auch dann, wenn das Baby zu früh auf die Welt kommt. Auch wenn es die werdende Mutter nicht merkt, aber in ihren Brüsten macht sich ein Prozess bereit, der sogar dem Frühchen die optimale Zusammensetzung der Muttermilch liefern kann. Diese Muttermilch, die zum Stillen einens Frühchen vom Körper bereitgestellt wird, nennt man Preterm-Milch. Sie unterscheidet sich wie folgt:

  • sie bietet mehr Fett
  • sie ist reichhaltiger an Natrium
  • sie hat einen höheren Eiweißanteil
  • sie enthält weniger Lactose
  • sie hat mehr Enzyme

Die Preterm Milch hat ein Ziel; sie immunisiert das zu früh geborene Baby und wirkt schonender für den Magen und den Darm. Wenn die Wochen verstreichen, ändert sich die Zusammensetzung der Muttermilch dementsprechend, sodass ein Stillen bis weit über das erste Lebensjahr möglich ist. Die Studie bietet einen sehr interessanten Hinweis und sollte dich dazu bewegen dir mehr Gedanken zum Thema Stillen zu machen. 

 Quellen und Verweise