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Richtig stillen - Herangehensweise und Stillposition

Stillposition

Um richtig stillen zu können, bedarf es viel Übung und eigener Erfahrung. Dies wird dir jede Hebamme bestätigen. Ein allgemeines Rezept für das richtige Vorgehen beim Stillen gibt es nicht. Vielmehr muss jede Mutter ihre eigene Methode herausfinden, um eine wohltuende Zweisamkeit beim Stillen zu erreichen. Das bedeutet, dass selbst herausgefunden werden sollte, welche Stillposition, welche Umgebung zum Stillen und welcher Stillrhythmus für Mama und Baby ideal ist. Trotzdem gibt es einige Basics, die man als junge Mutter wissen sollte, um vor allem in der ersten Zeit an Sicherheit zu gewinnen.

Stillen ist ein natürlicher Prozess. Dein Baby sucht instinktiv deine Brust und muss das Trinken, vielmehr das Saugen, nicht erlernen. Trotzdem kann es zu Beginn Anlaufschwierigkeiten geben. Du kannst dein kleines Baby unterstützen und beistehen.

Stillposition und Herangeehnsweise - Einige Hinweise

Der Stillplatz

Zu Beginn solltest du einen ruhigen und angenehmen Rückzugsort zum Stillen auswählen. Ein lauter Fernseher oder lauter Straßenverkehr ist nicht optimal zum Stillen. Es heißt nicht umsonst "Stillen" und so ist ein ruhiger und stiller Ort, an dem du und dein Baby euch wohlfühlt, ein geeigneter Platz. Vorallem in der Anfangzeit ist einn ruhiger Ort sehr wichtig, da Ablenkung und Unruhe viele Komplikationen mitsich bringen können. Stillen ist eine Zweisamkeit und so sollte das Stillen auch gehandhabt werden. Oftmals kann es vorkommen, dass ein ungeeigneter Platz zum Stillen, durch Lautstärke und Hektik, das Baby unruhig werden lässt.

Die Stillposition

Die geeignete Stillposition findet jede Mutter für sich selbst. Es wird geraten, in der Anfangszeit sein Baby immer mal von beiden Seiten anzulegen. Es gibt den Wiegegriff, bei dem du dein Baby in deinen Armen, dicht an deinem Körper hältst. Hier kannst du zur Unterstützung auch ein Stilkissen nehmen. Dann gibt es den Fußballgriff. Hierbei hältst du dein Baby seitlich im Arm, sodass es von der anderen Seite der Brustwarze trinken kann. Zu Beginn solltest du diese Positionen im Wechsel anwenden, damit deine Milchgänge gleichermaßen beansprucht werden, was einem Milchstau entgegenwirken kann.

Mit der Zeit wirst du merken welche Position dein kleiner Spross zum Trinken bevorzugt. Du kannst dein Baby auch im Liegen stillen. Das kann für Mama und Baby sehr entspannend wirken. Du kannst dir gerne Ratschläge von deiner Hebamme, Schwiegereltern oder Freunden anhören. Finde jedoch deine eigene beste Stillposition heraus.

Dein Baby ermutigen

Du kannst dein Baby zu Beginn ermutigen, an deiner Brust zu saugen. Wenn dein Baby in der Nähe deiner Brust ist, kannst du die Lippen mit deinen Fingern berühren oder mit deiner Brustwarze über die Lippen streichen. Auch der Kontakt zur kleinen Nase ermutigt dein Baby, den Mund zu öffnen. Auch ständiger Augenkontakt ist wichtig. Dein Baby spürt deine Nähe und schenkt dir Vertrauen. Durch das Berühren von Nasenspitze und Lippen öffnet dein Baby instinktiv den Mund. Das kannst du auch testen, wenn du nicht am Stillen bist.

Dein Baby will saugen

Dein Baby signalisiert dir, dass es trinken will, wenn es den Mund weit aufmacht und sich der Brust entgegen streckt. Du solltest deine Brustwarze erst anbieten, wenn dein Baby es dir durch die Mundöffnung anzeigt. Ist der Mund offen, kannst du ihm deine Brustwarze anbieten und in den Mund geben. Wichtig ist, dass dein Baby nicht nur die Warze in den Mund nimmt, sondern auch etwas von dem Vorhof, was das Stillen angenehmer für dich macht.

Oft signalisiert dir dein Baby nicht nur durch Mundöffnen seinen Hunger. Weitere Zeichen können Unruhigsein, Nuckeln am Finger oder dem Fäustchen, eine eingefallene Fontanelle oder auch Strampeln mit den Ärmchen und Beinchen sein. Du solltest dein Baby jedoch nicht zwingen zu trinken. Wenn dein Baby seinen Kopf zur Seite wegdreht, kann das ein Zeichen dafür sein, dass es keinen Hunger hat. Manchmal jedoch hat es trotz Kopfwegdrehen hunger. Das bereits angesprochene eigene Gefühl spielt beim Stillen die entscheidende Rolle. Vertraue deinem Instinkt und vertraue den Signalen deines Babys. So lange du auf diese Faktoren hörst, kannst du Nichts falsch machen. Stillen ist zum größten Teil eine Gefühlssache. Du wirst mit der Zeit herausfinden was dein Baby will, aber auch was es nicht will. 

Richtig angedockt?

Dein Baby wird im wahrsten Sinne des Wortes an deine Brust andocken. Achte darauf, dass es den größten Teil deiner Brustwarze im Mund hat. Dir sind sicherlich deine kleinen Noppen an deiner Brustwarze aufgefallen. Diese sind die Wegweiser für dein Baby. Hat dein Baby deine Brustwarze und etwas vom Vorhof im Mund, beginnt es mit dem Saugen. Achte weiterhin darauf, dass dein Baby gemütlich liegt und sich nicht überstreckt. Der Winkel zu deiner Brust muss stimmen und der Kopf darf nicht überdrehen. Das wirst du fühlen und solltest darauf achten. Denk nur daran wie es ist zu schlucken, wenn man auf dem Rücken liegt und seinen Kopf beispielsweise ganz nach hinten oder links dreht. Achte daher auf eine bequeme Lage für dein Baby und gehe dabei einfach immer von dir selber aus. 

Das Stillen beginnt

Dein Baby wird instinktiv an deiner Brust saugen. Manchmal kann es etwas dauern, bis es zum Milcheinschuss kommt, das sollte dich jedoch nicht verunsichern. In der Regel kommt der Milcheinschuss 2-3 Tage nach der Geburt und wird durch das Saugen deines Babys ausgelöst. Kam es zum Milcheinschuss in deinen Brüsten, bist du zum Stillen bereit. Dein Baby wird saugen und die Muttermilch wird kommen. Wenn dein Baby anfängt zu quengeln und die Beschwerden in leichtes Weinen münden, solltest du geduldig sein. Ziehe eventuell deine Brustwarze etwas heraus und ermutige dein kleines Baby weiter zu saugen. Du kannst dein Kind auch in den Arm nehmen und beruhigen und es dann erneut ansetzen. Zu Beginn kann das richtig harte Arbeit sein. Geduld und Übung sollten Hand in Hand gehen.

Hattest du deinen Milcheinschuss, kommt es in deiner Brust immer wieder zu Spendereflexen, wenn du dein Kind zum Stillen anlegst. Auch diese können zu Beginn auf sich warten lassen. Wenn dein Baby am Saugen ist, solltest du es nicht ablenken und es solange saugen lassen, wie es will oder es deine Brustwarzen zulassen. Drück dein Baby an deinen Körper, denn somit vermittelst du ein Gefühl der Sicherheit. Die Anfangszeit benötigt viel Geduld. Es kann auch vorkommen, dass dein Baby beim Stillen einschläft und nicht weiter trinkt. Du kannst in diesem Fall ein "kleines Bäuerchen" machen und es dann erneut ansetzen. Ein Bäuerchen solltest du nach jeder Mahlzeit machen damit dein kleines Baby keine Blähungen und Magenschmerzen bekommt. Du wirst mit viel Geduld deinen Rhythmus herausfinden und eine Routine wird einkehren, sodass du und dein Baby das Stillen mit vollen Zügen genießen könnt. Deine Hebamme wird dir in der Anfangszeit beim Stillen behilflich sein und dir Ratschläge mit auf den Weg geben.

 

 

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