SPERMIOGRAMM - DIE FRUCHTBARKEIT DES MANNES

Dieser Vorgang oder besser diese Untersuchung wird Spermiogramm genannt. Im Rahmen des Spermiogramms wird die Beweglichkeit und Anzahl der Spermien untersucht und der Gehalt an Bakterien im Sperma gemessen. 

Der Urologe wird, bevor er ein Spermiogramm angelegt, deinem Partner einige Fragen stellen. So wird er wissen wollen, ob er raucht, wie lange ihr schon versucht ein Baby zu machen und ob Krankheiten vorliegen. In vielen Fällen werden auch die Hoden kontrolliert, da auch Hodenkrebs die männliche Fruchtbarkeit beeinflussen kann. 

Ist der Arzt der Meinung, dass ein Spermiogramm nötig ist, um die Fruchtbarkeit zu testen, wird er deinen Partner bitten, sein Sperma nach drei- bis fünftägiger Enthaltsamkeit mittels Masturbation zu gewinnen und bei einem nächsten Termin mitzubringen. Dazu  darf das Sperma nicht länger als eine halbe Stunde im Gefäß sein. Bei manchen Urologen gibt es auch die Möglichkeit die Probe Vorort abzugeben.

Die laboranalytische Untersuchung beginnt nach Verflüssigung des Spermas, die in der Regel nach circa 15 - 30 Minuten einsetzt. Im Mittelpunkt steht die mikroskopische Beurteilung der Samenzellen mit Hinblick auf ihre Konzentration, Beweglichkeit und Form. Die Beweglichkeit wird in 3 Kategorien unterteilt

  • Progressive Beweglichkeit – Diese liegt vor, wenn die Spermien mindestens 25 Mikrometer die Sekunde zurücklegen. 
  • Lokale Beweglichkeit oder Kreisschwimmer -  Dies liegt vor, wenn die Spermien weniger als 5 Mikrometer die Sekunde zurücklegen.
  • Keine Beweglichkeit - Kein Bewegung zu erkennen

Die Beweglichkeit wird als normal eingestuft, wenn sich entweder mehr als 25 % der Spermien progressiv oder mindestens 40 % progressiv und lokal bewegen. Es kann auch vorkommen das Antikörper im Sperma vorhanden sind. Diese mit Antikörpern belastete Samenflüssigkeit kann ebenfalls die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Diese Antikörper richten sich gegen die Spermien und binden sich in einer Autoimmunreaktion an deren Oberfläche fest. Die Bewegung wird gehemmt und somit die Fruchtbarkeit eingeschränkt.

Die Beratung eines Urologen ist bei Verdacht von Unfruchtbarkeit unabkömmlich und sollte in Anspruch genommen werden. Die Kosten liegen circa bei 150 € und werden leider nicht von der Krankenkasse übernommen. Ist die Fruchtbarkeit bei deinem Partner gut, so habt ihr ein weiteres Ausschlusskriterium und könnt euch weiter Schritte, bei einem weiterhin verwehrten Kinderwunsch, überlegen.